Werner-Heisenberg-Gymnasium Garching

Prof.-Angermair-Ring 40, 85748 Garching, Tel.: 089 - 31 888 450

Prix des lycéens – bayerischer Vorentscheid

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Am Mittwoch, den 17. Februar 2016, trafen sich 14 Vertreter verschiedener bayerischer Gymnasien im Vortragssaal unseres Gymnasiums zum bayerischen Vorentscheid des Prix des Lycéens Allemands. Sie alle waren gewählte Repräsentanten ihrer Klasse und sollten sich in den Diskussionsrunden möglichst aktiv am Geschehen beteiligen, um am Ende das beste französischsprachige Jugendbuch zu bestimmen.

Die Veranstaltung wurde durch eine Rede von Frau Kosiol eröffnet, wobei ebenfalls Madame Fourcaud, Leiterin des Institut français in München, Frau Carmen Jung vom ISB sowie Frau Zinner für die Fachschaft Französisch zu Wort kamen. Zudem wurde die Eröffnungszeremonie durch den Solistenchor unserer Schule unter der Leitung von Herrn Angermeir sowie Pavel Kartsovnik mit seinem Gitarrensolo würdig musikalisch umrahmt. Anschließend begann die erste Diskussionsrunde, in der die Französischlehrerin des hiesigen Q11 Abibac-Kurses, Frau Braun, Fragen zu den Büchern in die Runde der verschiedenen Vertreter stellte.

Nach der Mittagspause, während der wir ein bisschen Zeit hatten, die anderen Schüler kennen zu lernen, ging es in die nächsten beiden Runden. Jedes der vier Bücher wurde nochmal ausführlich besprochen, Parallelen wurden gezogen, Kritiken wurden geäußert. Bei der Wahl des beliebtesten Buchs vereinte schließlich „Une arme dans la tête“ von Claire Mazard die meisten Stimmen auf sich. Das Buch greift die Flüchtlingsproblematik auf und schildert, wie ein ehemaliger afrikanischer Kindersoldat in einem Heim in Paris versucht, seine Vergangenheit aufzuarbeiten und sich ein neues Leben aufzubauen.

Im letzten Programmpunkt wählten die Teilnehmer noch einen Delegierten, der Bayern bei der Landesauswahl auf der Leipziger Buchmesse repräsentiert. Obwohl unsere WHG-Vertreterin Elisabeth Speyerl sich sehr gut geschlagen hatte, ging der Platz dennoch ganz knapp an Manuel Lösch aus der Q12 des Gymnasiums Donauwörth.

Jean-Claude Brunet, der französische Generalkonsul in München, rundete die Veranstaltung mit einer kurzen Schlussrede ab.

Michael Buba & Anjalani Ravichandran

Gespräch mit Alfred Grosser am Dante-Gymnasium

Am Donnerstag, den 08. Oktober 2015, lud das Dante-Gymnasium gemeinsam mit dem Institut français zu einem Gespräch mit dem bekannten französischen Publizisten und Germanisten Alfred Grosser ein. Das Thema der Veranstaltung lautete „Gemeinsame Werte im Europa des 21. Jahrhunderts".

Nachdem unsere Lehrkräfte mit uns, den AbiBac-Kursen der 11. und 12. Jahrgangsstufe sowie dem Französischkurs der Q12, in der geräumigen Mensa des Dante-Gymnasiums Platz genommen hatten, wurden wir zunächst von Herrn Fanderl, dem Direktor der Gastgeberschule, und dem französischen Generalkonsul Jean-Claude Brunet begrüßt.

In der darauffolgenden Rede Alfred Grossers, einem für seine Bemühungen um das Zusammenwachsen Deutschlands und Frankreichs bekannten Politologen, stellte dieser dar, dass es die deutsch-französische Versöhnung oder Freundschaft genauso wenig gibt wie die Kollektivschuld der Deutschen an den Kriegsverbrechen zur Zeit des Nazi-Regimes. Statt dessen habe „Aufklärungsarbeit“ sowohl auf französischer als auch auf deutscher Seite stattgefunden, die darauf beruhe, dass es innerhalb Deutschlands einen massiven Widerstand gegen das Nazi-Regime gab und der sich infolgedessen das Hinführen Deutschlands zu einer Demokratie zur Aufgabe gemacht hat. Aber was geht das unsere Generation überhaupt noch an und wie sollen wir mit dieser Vergangenheit umgehen? Herr Grosser schlug angesichts dieser „Last der Vergangenheit“ vor zu „überlegen, was Hitler getan hat, und das Gegenteil davon [zu] tun“. Seine vor allem in Deutschland häufig kritisierte Stellung gegenüber Israel begründete er damit, dass es keine Lösung sei, Rache an ehemaligen Verfolgern zu üben, da dies in einer Endlosschleife der Gewalt ende. Daher appellierte er gegen die Verfolgung und Diskriminierung Andersdenkender. Im Bezug auf Deutschland riet er, sich nicht von fremdenfeindlich gesinnten Organisation wie beispielsweise PEGIDA beeinflussen zu lassen und Bereitschaft zu zeigen, für die Menschenrechte anderer auf die Straße zu gehen.

Während der folgenden eineinhalb Stunden durften die Schüler Fragen stellen. In diesem Rahmen kamen sowohl aktuelle politische Ereignisse wie der Umgang mit der Flüchtlingssituation und der Kampf gegen den sogenannten „Islamischen Staat“ als auch die Kindheit Alfred Grossers in Deutschland und Frankreich zur Sprache. Mit spitzen Aussagen wie „Bildung ist das, was sich die sogenannten Gebildeten einbilden“ und zahlreichen Anekdoten erzeugte Herr Grosser eine lockere Atmosphäre, die sehr zum Gelingen dieser Konferenz beitrug.

Zusammenfassend kann man festhalten, dass uns diese Diskussion neuen Sichtweisen auf Europa, die Welt und die Vergangenheit Deutschlands und Frankreichs eröffnete, uns zum kritischen Hinterfragen angeregt und uns die Bedeutung der Zusammenarbeit in Europa wiederholt bewusst gemacht hat.

Rafaela Haid, Q12

40 Jahre Partnerschaft WHG-Varennes

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Varennes bedeutet sinngemäß "fruchtbare Erde", so Direktor Eidenschink. Und auf eben diese ist seit nunmehr 40 Jahren das Engagement von mittlerweile über 1200 Austauschschülern, zahlreichen Kollegen - nicht nur der Fachschaft Französisch - und, nicht zuletzt, den gastfreundlichen Familien, die einen solchen Austausch erst möglich machen, gefallen. Das großartige Band zwischen dem Collège Saint-Exupéry in Varennes-sur-Allier und dem Werner-Heisenberg-Gymnasium wurde auch anlässlich der Feier zum Jubiläum des Austausches sichtbar. Grußworten des Bürgermeisters der Stadt Garching, Dr. Gruchmann und des Schulleiters des Collège, M. Commeau schlossen sich bereits Beiträge derjenigen an, die diesen Austausch lange Jahre mitgeprägt haben: Fr. Ahrens, Mme Collard, Mme Bonvin, M. Darnaud und Mme Arquillière. Herrn Durchholz, bereits 1979(!) an einem Austausch beteiligt, war es vorbehalten, in einer Bilderschau die großen Stationen des Austausches Revue passieren zu lassen. U.a. 2007 die Einweihung der 'Rue Werner Heisenberg' in Varennes, bei der auch der ehem. Direktor Hauner mit von der Partie war und -ebenfalls anwesend- die Bedeutung dieser Partnerschaft -über die beiden beteiligten Städte hinaus- in Erinnerung rief. Im Anschluss lockerte ein 'Tanz aus der Auvergne' - zuvor bereits Klaviermusik, Chopin, interpretiert von Jonas Martini und Gershwin von Linus Panea Lichtig - der französischen Gäste nicht nur die Tänzer auf und schließlich betraten die Hauptakteure die Bühne: Unter den Fittichen von Mme Pangaud stellten die in Garching weilenden frz. Austauschschüler ebenfalls in einer Bilderschau ihre Schule und ihre Heimatregion vor. Vorweihnachtlich ging es dann bei einer kleinen Gesangseinlage - 'Petit Papa Noel' - zu, bevor die dt. Gastgeber einen Sketch (8d, Uhlmann) und ein Video (8b, Wensauer) präsentierten. Ein gemeinsames "Sag mir wo die Blumen sind" - gewiss weiß Mme Pangaud eine Antwort, s.u. - beschloss die bestens von Fr. Zinner organisierte Feier und entließ die Gäste in die Ausstellungshalle zu einem französisch-deutschen Imbiss. Au revoir nicht erst zum 50-jährigen Jubiläum und wer weiß, vielleicht - wie im Mittelteil angedacht - DH/HA - beschließt auch die Stadt Garching, vor diesem großen Datum die Verbundenheit der beiden Kommunen entsprechend zu würdigen, eine 'Saint-Exupéry-Straße' ist -noch- nicht in der 'Universitätsstadt' zu finden. MZ

Es ist nicht wichtig, ob die Menschen Deutsch oder Französisch sprechen, sondern, ob sie die Sprache des Herzens sprechen.   frei nach Mme Pangaud

Fachprofil Französisch

1. Bedeutung des Fachs

Die Sprachenvielfalt ist für Studium, Beruf und eine friedliche Verständigung immens wichtig. In diesem Zusammenhang kommt dem Fach Französisch, der Sprache eines wichtigen Nachbarlandes, ganz besondere Bedeutung zu.

Interkulturelle Kommunikation und Handlungskompetenz auf der Grundlage von sprachlichen Fertigkeiten und fundierten Kenntnissen sind wichtige Lernziele, die allen Sprachen gemeinsam sind. Mehr als für das Englische, das als erste Weltsprache nicht mehr sehr eng an ein Land gebunden ist, haben die Lebensweise und Kultur Frankreichs beim Erlernen der französischen Sprache noch einen besonderen Stellenwert.

Dennoch ist auch Französisch Weltsprache, Verkehrssprache in zahlreichen internationalen Organisationen und Amtssprache in den Ländern der Frankophonie. Durch das Erlernen der französischen Sprache eröffnet sich der Zugang zu den zahlreichen französischsprachigen Ländern auf der ganzen Welt. Das gilt besonders für einen großen Teil der Länder des afrikanischen Kontinents. Kenntnisse des Französischen erleichtern außerdem das Erlernen einer weiteren romanischen Sprache und fördern damit das Prinzip des lebenslangen Lernens.

Die französische Kultur hat auch einen wesentlichen Beitrag für die Herausbildung eines gemeinsamen europäischen Erbes beigetragen und der Sprache kommt hierbei eine wichtige Rolle zu. Literatur und Kunst Europas lassen sich nicht von Frankreich trennen.

2. Ziele und Inhalte

Französisch wird am WHG als 2. Fremdsprache (6. - 10. Jahrgangsstufe) und als 3. Fremdsprache (8. - 10. Jahrgangsstufe) sowie in der Q11 und Q12 angeboten.

Die Hauptziele des Unterrichts im Fach Französisch – wie in den modernen Fremdsprachen insgesamt – sind die Fähigkeit in der Fremdsprache zu kommunizieren, Sicherheit im Umgang mit Texten, interkulturelle Kompetenz, Medienkompetenz und Förderung der Mehrsprachigkeit und des lebenslangen Fremdsprachenlernens. Der Französischunterricht stützt sich hierbei auf die in den vorhergehenden Fremdsprachen Englisch und Latein erlernten methodischen und sprachlichen Vorkenntnisse und nutzt die Transfermöglichkeiten gezielt. So können rasche, motivierende Lernerfolge erzielt werden.

Am Ende der 10. Jahrgangsstufe verfügen alle Lernenden gleichermaßen über grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten, die in den Jahrgangsstufen 11 und 12 noch vertieft werden können.

Das Hören und Verstehen authentischer Texte sowie das Sprechen nehmen im Französischunterricht von Anfang an breiten Raum ein. Typische Aufgabenformen in den großen und kleinen Leistungsnachweisen sind neben dem Hörverstehen das Leseverstehen, kontextuelle Wortschatz- und Grammatikaufgaben, Sprachmittlung und Textproduktion.

3. Zielleistungen in den einzelnen Jahrgangsstufen gemäß G-8 Lehrplan

Besuchen Sie bitte die ausführlichen Seiten des Staatsministeriums für Schulqualität und Bildungsforschung, wo Sie Zugang auf Ihre Wunschjahrgangsstufe haben.

4. Besonderheiten des Fachs am WHG

Eine Besonderheit am WHG stellt das AbiBac dar, im Zuge dessen die Schülerinnen und Schüler sowohl die deutsche als auch die französische Hochschulreife erwerben. Dieser doppelte Abschluss steht Lernenden mit Französisch als 2. und 3. Fremdsprache gleichermaßen offen. Nähere Informationen dazu erhalten Sie unter Schulprofil, AbiBac.

Im Rahmen unserer jährlich durchgeführten Schüleraustausche haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Kontakte mit französischen Jugendlichen zu knüpfen und sich selbstständig mit der französischen Sprache und Kultur zu beschäftigen. Für die 8. Klassen mit Französisch als 2. Fremdsprache führt das WHG seit vielen Jahren einen Schüleraustausch mit dem Collège Saint-Exupéry in Varennes-sur-Allier (Auvergne) durch. Neu als Partnerschule konnte im Schuljahr 2016/17 das Collège Aimé Césaire in Grenoble gewonnen werden, das die Schüler mit Französisch als 3. Fremdsprache in der 9. Jahrgangsstufe besuchen. Die AbiBac-Schüler der 10. Jahrgangsstufe erhalten zudem seit vielen Jahren die Gelegenheit, ihre sprachlichen und kulturellen Kenntnisse im Austausch mit Jugendlichen der französischen AbiBac-Schule Lycée Jean Jaurès in Reims zu vertiefen.