Werner-Heisenberg-Gymnasium Garching

Prof.-Angermair-Ring 40, 85748 Garching, Tel.: 089 - 31 888 450

Referenzgymnasium der TU München

Am 15. Mai 2007 wurde der Kooperationsvertrag vom Präsidenten der TUM, Prof. Dr. Herrmann, und dem Schulleiter, Dr. Ulrich Hauner, im Präsidialbüro der Technischen Universität unterzeichnet. Die jahrelange Zusammenarbeit von Schule und Hochschule am Standort Garching wurde damit auf eine neue Ebene gestellt.

Die TUM gehört zu den Gewinnern der Excellenzinitiative zur Förderung der Spitzenforschung. Sie zeichnet sich auch dadurch aus, dass sie als einzige Bewerberin unter den Universitäten ein Programm zur Förderung der Lehre integriert hat. Diese Kombination aus Forschung und Lehre ist für uns von doppeltem Interesse. Wir freuen uns darüber, dass das Werner-Heisenberg-Gymnasium einen starken Partner, der im übrigen beim Focus-Ranking 2006 den ersten Platz unter den deutschen Universitäten erreicht hat, am Standort Garching gewonnen hat, den das Interesse für die Naturwissenschaften mit uns verbindet.

Der Kooperationsvertrag bringt beiden Institutionen große Vorzüge und ermöglicht uns nicht nur die Umsetzung der in einem Oberstufenseminar erwarteten Studienorientierung, sondern stärkt insgesamt unser Angebot in den Naturwissenschaften durch besondere Verpflichtungen, welche die TUM uns gegenüber eingegangen ist. Neue Chancen ergeben sich darüber hinaus für unsere besonders begabten Schüler.

Zur Seite der TU München: www.tum.de

Vereinbarung zwischen dem Werner-Heisenberg-Gymnasium Garching und der Technischen Universität München

Präambel

Die Ausbildung der Lehramtskandidaten vor allem in den naturwissenschaftlichen Fächern hat in den letzten Jahren zunehmend an Attraktivität eingebüßt. Durch eine Aktualisierung der Anforderungen und eine praxisnähere Ausbildung könnten Qualität und Akzeptanz der Ausbildung gesteigert werden. Für eine effektive und optimale Lehrerausbildung sollte sich eine Gemeinschaft zwischen Schule und Universität entwickeln. Sie verlangt ein frühzeitiges Verständnis der vielfältigen Faktoren modernen Unterrichts, erfolgreicher Lehr- und Erziehungstätigkeit am Gymnasium und muss Chancen geben, eigene pädagogische Fähigkeiten während der Ausbildung zum Bachelor/Master of Education in der betreuten Unterrichtspraxis zu erkennen und auszubauen. Dies kann am besten in Zusammenarbeit mit den Schulen erfahren werden. Lehramtskandidaten sollten fortdauernd kritisch ihre Lehrerfahrungen validieren, Verbesserungsvorschläge aufnehmen und letztlich im Schulalltag umsetzen können.

Auch sollte es wieder vermehrt gelingen, Schüler für ein Studium einer Naturwissenschaft oder einer technischen Fachrichtung zu begeistern. Hierzu muss die Zusammenarbeit zwischen den Gymnasien und den Universitäten intensiviert werden, um Schüler der Mittel- und Oberstufe auf naturwissenschaftliche Themen neugierig zu machen, ihnen gezielt Chancen zu geben, ihre entsprechenden Begabungen zu entdecken und darauf aufbauend eine Interesse am Studium der Disziplinen zu wecken.

Die TU München und das Werner-Heisenberg-Gymnasium schließen daher, um ihre Zusammenarbeit zu intensivieren, folgende Vereinbarung:

§ 1 Gegenstand und Ziele der Vereinbarung

Ziel dieser Vereinbarung ist eine Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Gymnasium und Universität. Einerseits ist die TU München daran interessiert, die besten Studierenden auszuwählen und die Lehrerbildung eng mit der gymnasialen Praxis zu verzahnen. Andererseits gibt die Vernetzung mit einer Universität dem Werner-Heisenberg-Gymnasium die Chance, fachlich auf dem neuesten Stand zu bleiben und seine Schüler in besonderer Weise zu fördern. Dabei gewinnen beide Institutionen bei der Positionierung in der Ausbildung ihrer besten Schüler/Studenten und der Optimierung der Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung.

Die Vereinbarung gilt vorerst für den Zeitraum bis zum 31.07.2012. Sie verlängert sich automatisch um jeweils drei Jahre, wenn nicht einer der beiden Vertragspartner spätestens sechs Monate vor Ablauf der Vereinbarung in schriftlicher Form widerspricht.

§ 2 Aufgaben des Werner-Heisenberg-Gymnasiums

Das Werner-Heisenberg-Gymnasium verpflichtet sich,

  • die TU München in der Lehr- und Lernforschung zu unterstützen. Vorgesehen ist dabei, neue Formen der praxisnahen Lehrerausbildung zu erproben und gegebenenfalls in modifizierter Form umzusetzen. Als konkrete Ansprechpartner für die TU München fungieren der Schulleiter (OstD Dr. Ulrich Hauner) und der Ständige Stellvertreter (StD Manfred Röder) sowie die Fachbetreuer der Fächer Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Informatik,
  • die Studierenden den pädagogischen, fachlichen und organisatorischen Anforderungen gemäß zu betreuen, sie umfassend mit den Erfordernissen eines modernen Schulbetriebs bekannt zu machen und Ihnen die Chancen zu geben, Unterrichtserfahrungen zu sammeln,

  • die in Zusammenarbeit mit den Studierenden gewonnenen Erkenntnisse der TU München in möglichst unbürokratischer Form mitzuteilen,

  • zur Aufnahme von maximal acht Studierenden pro Semester/Schulhalbjahr (vier pro Fachrichtung) im Rahmen des TUMpädagogicums als einer Pflichtveranstaltung im Studiengang „Bachelor/Master Naturwissenschaftliche Bildung“ und

  • an der jeweils einmal jährlichen Koordinationsveranstaltung „HighTUM – Bridges to High-schools teilzunehmen.


 

§ 3 Aufgaben der Technischen Universität München

Die Technische Universität München verpflichtet sich,

  • das Werner-Heisenberg-Gymnasium in wesentlichen hochschul- und bildungspolitischen Fragen (z.B. zu neugestalteten Studiengängen) durch Informationsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Zentralinstitut für Lehrerbildung der Technischen Universität München (ZLL) aktuell zu informieren,
  • analog dem Verfahren bei Stützpunktschulen einen angemessenen Budgetzuschlag beim KM zu erwirken, um Entlastungen für beteiligte Lehrkräfte und die Einrichtung von Wahlunterrichten in den entsprechenden Fächern zu ermöglichen,

  • bei der Personalzuweisung in den Fächern, in denen Studierende betreut werden, das Werner-Heisenberg-Gymnasium zu unterstützen, um eine Unterversorgung zu vermeiden,

  • Hilfe bei der Betreuung des Planetariums des Wener-Heisenberg-Gymnasiums auf dem technischen Niveau des Programms „Hands on Universe“ im TUMlab im Deutschen Museum München zu geben, z. B. durch die Ausbildung von Tutoren. Schülergruppen des Werner-Heisenberg-Gymnasiums erhalten vergünstigte Konditionen beim Besuch im TUMlab im Deutschen Museum,

  • Hilfe bei der Betreuung von Facharbeiten bzw. von Seminararbeiten in den Fächern Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Informatik zu gewähren,

  • die Gestaltung von Wahlunterrichtskursen des Werner-Heisenberg-Gymnasiums, z. B. in Astronomie oder Robotik, sowie die Teilnahme von Schülern des Werner-Heisenberg-Gymnasiums an Schülerpraktika an der TUM durch Studierende der Universität personell zu unterstützen,

  • die bevorzugte Teilnahme an Angeboten der TUM für Gymnasien, insbesondere zur Förderung hochqualifizierter Schüler des Werner-Heisenberg-Gymnasiums, zu ermöglichen und

  • bei der Umsetzung der Intentionen naturwissenschaftlicher Ausrichtung in den Seminaren 1 und 2, insofern sie die Hochschule betreffen, aktiv mitzuwirken.

Das Werner-Heisenberg-Gymnasium ist berechtigt für die Zeit der Zusammenarbeit den Titel

Referenzgymnasium der Technischen Universität München

zu führen.